Das Mißverständnis mit der Veränderung

Das Mißverständnis mit der Veränderung

Das Kuriose am Menschen ist, das er ständig etwas verändert und wiederum auch nichts. Stehen wir morgens auf beginnt schon das Verändern, so der Müll muss hierhin, die Handtücher an den Haken und das Essen in den Kühlschrank. Abends die Vernissage und dann noch auf ein Weinchen zum Italiener. Wir stehen nicht still, alles ist Bewegung. Kommen dann noch Dinge in unser Leben, die irgendetwas verändern, wie Jobwechsel und – verlust, Scheidung, Kinder ziehen aus oder die eigenen Eltern sterben, dann reicht es uns mit dem Verändern, das Maß ist quasi voll. Auch gewisse Lebensunsicherheit zählen wir in diese imaginäre Veränderungsrechnung, wie…..kriege ich den Auftrag? Wie lautet wohl der Steuerbescheid und schafft mein Sohn die nächste Klasse? Nee, also jetzt reichts mir aber wirklich, genug mit VERÄNDERUNG!

Nicht umsonst ist der meist genutzte Geburtstagsgratulationssatz: Bleib wie Du bist! Das so bleiben behagt uns irgendwie, ja das wollen wir! Auch wenn uns dramatische Lebensumstände überdeutlich vor Augen führen….Du musst Dich verändern, finden wir, das es genug sei mit dem Verändern. Dabei steht auf der Seite der INNEREN WESENSVERÄNDERUNG bisher nur eine NULL wir haben uns nicht verändert, wir bleiben wie wir sind das ganze liebe Leben lang.

Schauen wir auf die Natur….sperrt sie sich gegen Veränderung? Motzt die Wolke, wenn sie weiterschweben soll, sagt der Baum: Nee, Blätter fallen lassen is nich! Sträubt sich das Pferd gegen den Fellwechsel? Nein, die Natur begreift die Veränderung als GÖTTLICHE ORDNUNG im Vertrauen auf die Führung. Das haben wir verloren, wir spüren nicht mehr, das wir nicht nur WELLE sondern auch WASSER sind. Wir empfinden keine Verbundenheit und somit fehlt das Vertrauen, daß wir uns nicht nur an Unbekanntes hingeben können, NEIN sogar MÜSSEN!

Gibt es Abhilfe? Zunächst ist es wichtig zu erkennen, wenn sich Äusseres verändert ist das keine innere Veränderung, es kann nicht als wirkliche Veränderung gezählt werden auch wenn wir uns gebeutelt fühlen, ungerecht behandelt, wenn unser Beharrungsvermögen ins Unermessliche steigt. Es stösst uns etwas zu, aber wenn wir nicht wahrlich und aufrichtig bereit sind MITZUSCHWINGEN ist die gefühlte Veränderung nur Makelatur, Augenwischerei, nicht mehr als ein Missverständnis und im spirituellen Sinn wird nicht das Neue und Erwünschte in unser Leben treten, wenn es in unserem Inneren nur mit ALTEM resonniert.
Das Thema- erneut und leider und wieder einmal mehr- heisst Loslassen sogar von uns selbst, sogar von dem was wir unser ICH unsere PERSÖNLICHKEIT nennen, um uns frei zu machen für das unermesslich schöne, stimmige, wahre, freie….die GÖTTLICHE ORDNUNG UND ESSENZ.